Alzheimer durch Prionen ansteckend
Alzheimer wird auch durch
Prionen ausgelöst (früher:BSE,HSE).
Klinisch ist diese Form schwer zu unterscheiden, jedoch im Kernspin und im Bluttest
(GFAP).
Auf einen Blick sieht man im
Kernspin Kopf:
·
Alters-Alzheimer: generalisierte Hirnschrumpfung außen und innen
·
Prionen-Alzheimer: isolierte Nekroseherde, zentral mit
Schizophrenie-Symptomatik
Die Unterscheidung hat aber
große Konsequenzen im Pflegebereich.
Eine früher nicht erkannte BSE-kranke
Kuh konnte über ihr Fleisch und fleischliche Nebenprodukte etwa 20 000 Personen
mit BSE/Alzheimer anstecken.
Während die Latenzzeit beim
Alters- Alzheimer 30-50 Jahre beträgt, beträgt sie bei der Aufnahme von Prionen
nur wenige Jahre.
Anamnestisch hatten sich Prionenkranke vorher meist mit
Chemienahrung ernährt.
So wurde vor einiger Zeit im
Neurochirurgischen Operationssaal im Klinikum Großhadern der Universität
München ein Patient operiert, der danach verstarb.
Bei der Sektion wurde
festgestellt, dass es sich um eine Prionenerkrankung gehandelt hatte.
Danach wurde der gesamte
Operationssaal mit einer Planierraupe inklusive der Wandfließen entkernt und
das gesamte Operationsbesteck, der Anästhesiewagen und die gesamte Kleidung des
Operationspersonals als Sondermüll entsorgt – ebenso wie der Aluminiumtisch des
Sektionssaals.
Dies geschah nicht ohne
Grund!
Alle plötzlich an Alzheimer
erkrankten Patienten müssen möglichst früh ein Kernspin und einen Bluttest zum
Ausschluss einer Prionenerkrankung bekommen.
Bis dahin müssen peinlichst
genau die Ausscheidungen entsorgt werden und der Pfleger sich gründlich
desinfizieren. Dies gilt besonders für die Kranken, die rundum mit Kot
schmieren (und später die Maler beim Restaurieren gefährden).
Nachgewiesen Prionenkranke
sollten auf Infektionsabteilungen betreut werden.